Kennst Du dieses Gefühl, Dir selbst im Weg zu stehen? Also ich schon!  🙂 Oft weiß man doch ganz genau, was man eigentlich tun oder eigentlich lassen sollte – und trotzdem geht es weiter wie bisher… Das gilt meiner Erfahrung nach besonders für eingefahrene Denkmuster! Deswegen stelle ich Dir hier eine bewährte Fragetechnik vor, die Deinen Kopf ganz schnell wieder frei für Dein wahres Potenzial macht.

 „Jeder Gedanke, der Leid erzeugt, ist eine Lüge.“

Byron Katie

Als Expertin im Gebiet Glaubenssätze auflösen konnte ich die amerikanische Online-Unternehmerin Sherold Barr gewinnen, die sich gleichzeitig auch auf das Thema „Frauen und Geld“ spezialisiert hat.

Sherold war früher mein eigener Coach und ist jetzt zu einer Freundin geworden. Sie unterstützt Unternehmerinnen dabei, begrenzende Gedankenmuster zu überwinden und ein gutes Einkommen zu akzeptieren. Sherold

MAMA Revolution: Sherold, Du hast Dich als Coach und Unternehmerin auf das Thema Frauen und Geld spezialisiert. Was sind typische weibliche Herausforderungen?

Sherold Barr: Ich habe lange genug selbst mit dem Thema Geld gekämpft und irgendwann verstanden, dass Frauen in diesem Bereich häufig ihre Macht abgeben.

Es gibt drei weit verbreitete Fehler, die Frauen immer wieder mit ihren Finanzen machen.

  • Der erste Fehler ist, dass Frauen sich nicht von ihrer finanziellen Familiengeschichte trennen.

Wir alle haben begrenzende Glaubenssätze, mit denen wir als Kinder großgeworden sind. Das nenne ich: Die Familien Geld DNA. Diese Geld DNA wird von Generation zu Generation weitervererbt und unterbewusst übernommen. So dass sie unser finanzielles Verhalten auch noch im Erwachsenenalter prägt.

  •  Der zweite Fehler ist, dass die meisten Frauen Angst davor haben, sich ihre Finanzen anzuschauen.

Das beste Beispiel dafür bin ich selbst gewesen. In meiner Schulzeit war ich nie besonders gut in Mathe und daraus hat sich mein Glaubenssatz geprägt: „Ich kann mit Zahlen nicht gut umgehen.“ Also habe ich mich auch nie gerne um meine Finanzen gekümmert.

Doch wenn man diesem Widerstand nachgibt und nie richtig Bescheid weiß über das Familieneinkommen oder das eigene Budget, dann wird das innere Unbehagen und der Stress immer größer.

  •  Der dritte Fehler ist, dass Frauen ihren Selbstwert mit ihrem Einkommen verwechseln

Das gilt besonders, wenn wir ein eigenes Business haben. Im Englischen fragt man nicht: „Wie ist Dein Einkommen?“ Sondern: „What is your worth“ – Was ist Dein Wert?

Wenn ich beispielsweise als Coach denke, dass ich eine Summe X pro Stunde wert bin, dann vergesse ich, dass ich als Person natürlich unbezahlbar bin. Und wenn ich einer Klientin, die von A nach Y kommen möchte, helfe dorthin zu kommen, dann ist das im Grunde auch unbezahlbar.

MAMA Revolution: Du zeigst Frauen einen Weg aus diesen Fehlern und ein ganz wichtiger Punkt bei Dir ist die Auflösung begrenzender Glaubenssätze. Viele von uns haben den Glaubenssatz verinnerlicht: „Ich muss hart arbeiten, um Geld zu verdienen!“ Wie gehst Du in so einem Fall vor?

Die 4 Fragen, mit denen Deine alten Glaubenssätze ihre Existenzberechtigung verlieren – nach Byron Katie

Sherold Barr: Es ist interessant, dass Du mir diese Frage stellst, denn das ist wahrscheinlich auch einer meiner größten Glaubenssätze. Mein Vater hat mir immer gesagt: „Wenn Du erfolgreich sein willst, dann musst Du hart arbeiten.“

Ich arbeite seit vier Jahren mit der Methode von Byron Katie, die sagt, dass jeder Gedanke, der Leid erzeugt, eine Lüge ist. Byron hat einen Prozess entwickelt, der sich „The Work“ nennt und Glaubenssätze so auseinandernimmt, dass sie ihre Legitimation verlieren.

Lass mich Dir an diesem Beispiel zeigen, wie das funktioniert. Es sind immer vier Fragen, mit denen Du Deinen Glaubenssatz hinterfragst.

Die erste Frage, die Du Dir stellst ist:

1      Ist das wahr? Ist es wahr, dass ich hart arbeiten muss, um Geld zu verdienen?

Dann antwortest Du mit „Ja oder „Nein“.

Wenn Du mit Nein antwortest, stellst Du Dir noch mal die gleiche Frage:

Kann ich mir absolut sicher sein, dass ich hart arbeiten muss, um Geld zu verdienen?

Das ist so nach dem Motto gemeint, dass letztendlich nur der liebe Gott allein die absolute Wahrheit kennt.

Dann gehst Du auf die Wirkung ein, die Dein Glaubenssatz auf Dich hat und fragst Dich:

2      Was passiert mit mir, wenn ich diesen Gedanken glaube? Wie reagiere ich? Welche Gefühle habe ich?

Ich würde in diesem Fall sagen: Wenn ich glaube, dass ich hart arbeiten muss, um Geld zu verdienen, dann bin ich gestresst. Dann arbeite ich ohne gesunde Grenzen bis spät in die Nacht. Dann stelle ich die Arbeit über meine Familie. Und ich fühle wie sich mein Kiefer versteift, meine Muskeln angespannt sind und ich einen Knoten in meinem Bauch habe.

Dadurch erkenne ich, wie sehr mich der Glaubenssatz im Griff hat und frage mich als nächstes:

3     Wer würde ich ohne diesen Glaubenssatz sein? Wenn ich einfach nicht in der Lage wäre diesen Gedanken zu denken, wer würde ich sein?

Da fange ich sofort an tiefer zu atmen, meine Schultern und mein ganzer Körper entspannen sich. Ich würde über die Mittagszeit nicht an meinem Schreibtisch sitzen. Ich würde eine Pause machen und meine Hunde ausführen.

Und dann entwickelst Du etwas, dass sich Turnaround nennt. Und Du fragst Dich:

4      Wie kann ich den Gedanken, dass ich hart arbeiten muss, um Geld zu verdienen, umdrehen?

Mein Turnaround in diesem Fall wäre: „Ich muss nicht hart arbeiten, um Geld zu verdienen.“ Und dann ergänze ich das, indem ich nach Beweisen dafür suche, dass mein Turnaround wahr ist.

Da fällt mir sofort Mexiko ein. Letztes Jahr habe ich einen Monat in Mexiko verbracht und nur Teilzeit gearbeitet. Und in diesem Monat habe ich mehr Geld verdient, als in irgendeinem anderen Monat in 2013!

Jetzt kann mein Verstand meinen Turnaround besser akzeptieren, weil ich das anhand eines spezifischen und wahren Beispiels belegen kann.

MAMA Revolution: Wie stellst Du sicher, dass Du diesen neuen Glaubenssatz aufrecht hältst und nicht wieder in das alte Denken abrutschst?

Sherold Barr: Ich schreibe ihn mir beispielsweise auf ein post-it, das ich auf meinen Schreibtisch klebe mit dem Hinweis: „Beweis: Mexiko!“ Und was ich meinen Klientinnen noch rate ist den Turnaround einfach auszuleben.

MAMA Revolution: Das heißt, einen Sprung ins Vertrauen zu machen und einfach weniger zu arbeiten?

Sherold Barr: Ja, weil ich kreativ aufgeladen bin, wenn ich ausgeruht und erfrischt bin. Wenn ich kurz vor dem Burnout stehe, dann werde ich nicht so gute Arbeit abliefern können.

Wenn wir als Unternehmerinnen lernen, reich zu denken, dann können wir unser Business von heute auf morgen auf ein neues Niveau heben!

 

MAMA Revolution: Du hast bereits mit so vielen Frauen gearbeitet. Wie hat sich deren finanzielle Situation verändert, seitdem sie Dich kennen?

Sherold Barr: Da kommt mir sofort eine Klientin in den Sinn, die an meinem Smart Women Make Money Programm teilnimmt. Ihr Name ist Mary. Sie hatte einen Teilzeitjob in der Musik-Industrie, in der es nicht mehr so gut läuft, seitdem alles online gegangen ist.

Mary hatte den Glaubenssatz, dass Geld von Außen kommt, nicht von ihr. Das bedeutete, dass ihr 90-jähriger Vater ihre Rechnungen bezahlen musste, denn sie schaffte es auch mit ihrem Teilzeitjob nicht, ihre Ausgaben zu decken.

Ich unterstützte sie darin, ihren Glaubenssatz zu hinterfragen und einen Monat später hatte sich ihre Ausstrahlung so verändert, dass ihr prompt drei neue Jobangebote ins Haus geflattert sind und sie mittlerweile finanziell unabhängig ist.

MAMA Revolution: Am 28. Juli startet die nächste Gruppe von Deinem Online-Programm „Smart Women Make Money“. Wie läuft das Programm ab?

Sherold Barr: SWMM ist ein mehrwöchiger Online-Kurs, der aus sieben Modulen besteht. Ich gebe Live Gruppencoachings und unterstütze meine Teilnehmerinnen in einer privaten Facebook Gruppe. Momentan sind wir 66 Frauen, die alle aktiv dabei sind. Sie kommen aus Irland, England, der Schweiz, Nicaragua, Australien, USA.

Wenn wir als Unternehmerinnen lernen, reich zu denken und unsere alte Geld DNA ablegen, dann können wir unser Business von heute auf morgen auf ein neues Niveau heben!

MAMA Revolution: Vielen Dank, Sherold, für dieses tolle Gespräch!

P.S. Wenn Du Dich entscheidest, an Smart Women Make Money teilzunehmen und diesen Link verwendest, dann erhalte ich als „Affiliate“ eine Art Provision von Sherold. Affiliate Marketing ist ein interessanter Weg, um im Internet Geld zu verdienen. Darüber werde ich auch mal einen Blog schreiben – aber erst muss ich selbst Erfahrungen sammeln. Sherold ist ein Anfang 🙂

 

Und jetzt würde ich gerne von Dir wissen: Wie haben Dir die 4 Fragen geholfen? Welche Tipps hast Du, um alten Glaubenssätzen endlich den Garaus zu machen? Die Mama Community wertschätzt jeden Beitrag von Dir!

 

 

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