Tadaah! Mompreneur des Monats ist Frauke Schmidt von Alleinerziehend-KlasseMami . Die selbständige Unternehmerin und „leidenschaftliche Vollblut-Mami“ unterstützt alleinerziehende Mütter dabei, ein glückliches Leben ohne Zukunftsängste zu führen. Frauke konzentriert sich auf die Produktion von digitalen Produkten und auf bezahlte Werbung, um ihr Business voran zu bringen. Hier gibt sie wertvolle Einsichten in ihren großen Erfahrungsschatz.

„Man muss sich einfach feste Zeiten setzen und sich konsequent und täglich dran setzen.“

MAMA Revolution: Liebe Frauke, wer ist Deine Zielgruppe und wie hast Du sie gefunden?

Frauke Schmidt: Meine Zielgruppe bin ich selbst. Daran habe ich erst erkannt, dass dies eine Zielgruppe ist – alleinerziehende junge Mütter, wie ich.

Am Anfang habe ich die Zielgruppe zu weit gespreitet. Seit ich sie noch mehr eingegrenzt habe (Alter, Lebenssituation) kann ich ihr viel besser gerecht werden und habe mehr Freude daran. Dadurch hat sich die Reichweite verbessert.

MAMA Revolution: Welcher Schlüsselmoment hat Dich zur Gründung von Alleinerziehend-KlasseMami bewegt?

Frauke Schmidt: Bewegt im wahrsten Sinne des Wortes.. Seit meiner Schwangerschaft bin ich alleinerziehende Mama. Diese Phase (die Schwangerschaft) war der Moment, welcher alles weitere für mein Geschäft geebnet hat.

Ich schrieb auf, wie es mir in dieser Zeit ging und wie ich diese Zeit bewerkstelligt habe. Ich veröffentlichte über das Internet mein erstes eBook und machte mit dem ersten Tag an Verkäufe. Das war der Schlüsselmoment, wo ich wusste, dass ich dies hauptberuflich machen möchte und nichts anderes mehr.

Das Feedback zu meinem ersten Buch hat mich so tief berührt, dass ich das Gefühl bekam, dass dies meine (Lebens-) Aufgabe war und ab da war auch dieses Brennen dafür da. Das hat mich auch bis heute nicht losgelassen.

MAMA Revolution: Wie bist Du bei der Umsetzung Deiner Geschäftsidee vorgegangen?

Frauke Schmidt: Sehr systematisch. Ich habe in den ganzen 4 Jahren marketingtechnisch trotzdem viel falsch gemacht. Dadurch weiß ich aber jetzt auch (glücklicherweise) was funktioniert und was nicht. Ich habe während meines Geschäftsaufbaus so gut wie alles selbst gemacht und würde das heute auch wieder so machen.

„Ich bin eine Befürworterin von bezahlter Werbung.“

MAMA Revolution: Du bietest momentan ein Produkt an: Ein digitales Erste Hilfe Kit für alleinerziehende Mütter. Welche Methoden wendest Du an, um es zu vermarkten und zu verkaufen?

Frauke Schmidt: Ich bin eine Befürworterin von bezahlter Werbung, um Kunden zu gewinnen (Facebook Ads, Google Adwords, Banner etc.) Wer keine bezahlte Werbung in Anspruch nimmt hat es schwer im Internet mit seiner Sache Geld zu verdienen. Das sollte an erster Stelle stehen und alle anderen (kostenlosen) Marketingmaßnahmen sollten erst Zeit und Aufmerksamkeit bekommen, wenn alles andere steht und Einnahmen da sind.

Zum Verkaufen nutze ich Emailmarketing. Bei einem anderen Projekt von mir hat sich das direkte Verkaufen sehr bewährt, während ich bei Alleinerziehend-KlasseMami erst großes Vertrauen aufbauen muss, bevor ich meine Produkte anbiete. Man muss individuell ausprobieren.

„Bei persönlicher Beratung leidet die Reichweite.“

MAMA Revolution: Planst Du in Zukunft auch als persönliche Beraterin tätig zu sein? Auf welche Dienstleistungen oder Angebote möchtest Du Dich konzentrieren?

Frauke Schmidt: Ich schreibe am liebsten Bücher und das liegt mir auch am meisten. Bei persönlicher Beratung leidet die Reichweite, weil kaum Zeit wäre, richtig gute Produkte zu erstellen, welche mehreren Menschen zugänglich sind. Mit mehreren Büchern zu diesem Thema kann ich mich stattdessen besser auf das Marketing und die Verbreitung von KlasseMami konzentrieren.

Mein Ziel ist es, das Alleinerziehend-KlasseMami Lable in den nächsten Monaten und Jahren sehr weit gespreitet bekannt zu machen.

MAMA Revolution: Du bist ein Vorbild, wenn es darum geht, Kinder und Beruf miteinander zu vereinbaren – sogar als Alleinerziehende. Was waren Deine wichtigsten Lernschritte auf diesem Weg?

Frauke Schmidt: Dass ein klarer Plan wichtig ist und dass dieser nicht so viel zerdacht wird, sondern einfach kontinuierlich umgesetzt werden muss. Ich bin eine manchmal etwas ungeduldige Person und will die Dinge sofort umgesetzt haben. Durch mein Kind habe ich lernen müssen, das kleine Pausen zwischendurch dazu gehören und für ein Geschäft nicht schlimm sind. Ich habe gelernt lieber Fehler zu machen, anstatt durch Perfektionismus nie anzukommen.

MAMA Revolution: Wir organisierst Du Dich, um Zeit für Dein Kind, Dein Business und Dich selbst zu haben?

Frauke Schmidt: Mit einer Krippenbetreuung am Vormittag ist das gar nicht so schwer, wie viele denken.

Man muss sich einfach feste Zeiten setzen und sich konsequent und täglich dran setzen.

So plane ich z.B. am Vormittag meine Marketingmaßnahmen ein. Abends wenn mein Kind schläft 2 Stunden für Produktentwicklung und Umsetzung und 2 Nachmittage (wo mein Kind für 2 Stunden bei einer lieben Bekannten versorgt wird) für diverse andere Dinge, die gerade anfallen. So fahre ich ganz gut. Komme vorwärts und bekomme kontinuierlich Ergebnisse.

Mit meinem Kind verbringe ich gerne und viel Zeit.

„Das wichtigste ist wohl, genau zu schauen welche meiner Marketingmaßnahmen Umsätze bringen und welche nicht.“

MAMA Revolution: Was ist das Wichtigste, das Du Müttern mit Business und ähnlichen Herausforderungen mit auf den Weg geben möchtest?

Frauke Schmidt: Da könnte ich jetzt ganz viel auflisten, weil es als Starter im Marketing (vor allem OnlineMarketing) so wahnsinnig viel falsch zu machen gibt.

Das wichtigste ist wohl, genau zu schauen welche meiner Marketingmaßnahmen Umsätze bringen und welche nicht. Und die, die nichts bringen einfach sein zu lassen. Die Reihenfolge wird häufig falsch angegangen.

Man versucht kostenlos an Kunden zu kommen, hat riesen Aufwände dafür und wundert sich wieso nach Monaten/Jahren kein Umsatz dabei rum kommt und warum es immer anstrengender wird.

„Es wird auch im Internet vieles über Marketing gepredigt, was gar nicht funktioniert.“

Erst in bezahlte Werbung investieren und erst als zweiten Schritt die aufwändigen und kostenlosen Maßnahmen zur Interessentengewinnung nutzen. Dadurch kommt man sofort in ein Einkommen und verliert nicht die Freude, wenn es mal aufwändiger wird.

Als zweites ist es wichtig sofort Produkte zu haben und immer mehr davon zu machen. Wer mehr Produkte hat, kann auch mehr Geld in Werbung investieren, weil die Einnahmen steigen. Es ist klar, wenn ich mein Fokus auf das kreieren von richtig guten Produkten lege, kann ich auch erst gute Verkäufe machen.

MAMA Revolution: Wo möchtest Du in 5 Jahren stehen?

Frauke Schmidt: Ich möchte schon in diesem Jahr 6 weitere Produkte herausgebracht haben. Das dritte Buch ist derzeit schon im Korrektorat.

Mein größter Traum, den ich mir und meinem Geschäft auch dieses Jahr noch erfüllen werde, ist ein eigener Onlinekurs für alleinerziehende Mütter, in welchem ich zeige wie sie sich neben ihrer Rolle als Mutter, ein eigenes und festes finanzielles Standbein aufbauen können. Der Wunsch ist deshalb so groß, weil genau diese Frauen es so sehr verdient haben, dass es ihnen und ihren Kindern gut geht.

Diese Woche noch erscheint mein erstes Buch als Kindle Edition und als Taschenbuch auf Amazon. In 5 Jahren möchte ich also als feste Marke und 1. Adresse für alleinerziehende Mamis mit meinen Ratgebern und Kursen bekannt sein.

MAMA Revolution: Ich wünsche Dir auf diesem Weg viel Erfolg und alles Gute!

Jetzt würden Frauke und ich gerne von Dir wissen, was Deine Tipps für einen gelungenen Business-Start sind, oder welche Fragen Du in diesem Zusammenhang hast. Und falls Du auch alleinerziehend bist: Wie schaffst Du das, Du Superheldin!? 🙂 Wir freuen uns sehr, von Dir in den Kommentaren zu erfahren.

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