Wird das Leben wirklich leichter, wenn man seine wahre Bestimmung gefunden hat? Den beruflichen Weg mit dem Ruf des Herzens zu verbinden kann phasenweise große Widerstände hervorbringen. Lerne hier, wie Du den Durchbruch auf die nächste Ebene schaffst.

Es ist sechs Jahre her, dass ich mir einen Quantensprung in meiner Laufbahn als Buchautorin so richtig vermasselt habe.

Ein Literaturagent hatte mir den Kontakt zu einem erfolgreichen Verlagschef vermittelt, der mich für ein bereits fertig konzipiertes Buchprojekt engagieren wollte. Ich sollte Interviews mit allen möglichen Menschen über deren Liebesleben führen.

Allerdings konnte ich mich mit dem reißerischen Titel des Buches nicht anfreunden. Ich sagte ab.

Es dauerte nicht lange und das Buch mit dem reißerischen Titel landete in den Bestsellerlisten. Nicht mit meinem Namen auf dem Cover, sondern mit dem einer anderen Autorin, die ihre Chance ergriffen hatte.

Den super erfolgreichen Teil 2 und Teil 3 gab es auch noch…

Diese Erfahrung war so unangenehm, dass ich meine Lektion definitiv gelernt und verinnerlicht habe. Ich habe mir geschworen:

Wenn sich Türen öffnen, Geschenke vom Himmel fallen, Wunder passieren, dann bleibe ich nicht im Weg stehen, sondern ich nehme sie an! Und zwar alle.

Einfach weil sie da sind.

Und der Frage, ob ich es wirklich wert bin oder auch hart genug dafür gearbeitet habe, gehe ich erst gar nicht nach.

Je näher wir unserer Bestimmung kommen, desto größer wird der Widerstand.

Man könnte meinen, dass wir alles dafür tun, unsere Träume wahr zu machen, aber manchmal funktionieren wir irgendwie ganz anders.

Ich habe diesem Phänomen einen Namen gegeben:

Das VDL-Syndrom – Verzögerung Der Lebensaufgabe

VDL taucht meistens dann auf, wenn man kurz davor steht, die nächste Ebene zu erreichen: größere finanzielle Freiheit, mehr berufliche Selbstverwirklichung, verstärkte Anerkennung.

Es ist im Grunde ein gutes Zeichen dafür, dass man den richtigen Weg eingeschlagen hat und wirklich vorwärts kommt.

Allerdings muss man VDL richtig diagnostizieren und zu handhaben wissen, sonst gewinnt der innere Widerstand.

So erkennst Du ob Du auch manchmal eine VDL-Kandidatin bist und räumst innere Erfolgsblockaden aus dem Weg.

Typische VDL-Symptome

  • Eine Tür öffnet sich überraschend. Im Grunde ist es das was Du Dir gewünscht hast. Plötzlich wird diese Stimme in Dir laut: „Ist es wirklich das Richtige?“, „Sollte ich nicht auf noch etwas Besseres warten?“, „Irgendwie fühlt sich das jetzt doch nicht mehr so gut an.“ „Ich bin noch nicht so weit.“
  • Es fällt Dir unheimlich schwer, einfach Deine Arbeit zu machen. Du setzt 20 Mal an, um einen Werbetext zu schreiben und verschwendest kostbare Zeit mit Ablenkungsmanövern (Surfen, eMail-Checken, Wäsche zusammenlegen, Kinderzimmer aufräumen).
  • Ein Angebot kommt ins Haus, das so ziemlich das Gegenteil von dem ist, was Du leben möchtest. Vielleicht will der Chef von Deiner alten PR-Agentur Dich wieder einstellen. Du überlegst ernsthaft darauf einzusteigen.

Das solltest Du in einer VDL-Phase vermeiden

Es gibt bestimmte Einstellungen und Verhaltensweisen, mit denen Du den Einfluss des VDL-Syndroms unterstützt. Folgende Dinge solltest Du vermeiden, falls Du gerade in einer VDL-Phase steckst:

  •  Du nimmst Dir so viel vor, dass Du allein schon beim Anblick Deines Aufgabenberges davon rennen musst.
  •  Du versuchst gleich mit dem ersten Vortrag in die National Speakers Association aufgenommen zu werden.
  •  Du deutest Hürden und Rückschläge als Zeichen, dass Du auf dem falschen Weg bist.
  •  Du lässt Dich mit den skeptischen Stimmen in Deinem Kopf auf eine Diskussion ein.

Beste VDL-Heilmittel

Wenn Du eine Erkältung hast, dann musst Du Dich schonen. Bei VDL gilt das gleiche Prinzip. Je besser Du mit Dir selbst umgehst, desto schneller überwindest Du Erfolgsblockaden.

  • Konzentriere Dich auf den nächsten kleinen Schritt, den Du umsetzen kannst. Auch wenn das einfach nur bedeutet, dass Du die Visitenkarte einer Graphikerin heraussuchst und auf Deinen Schreibtisch legst. Viele kleine Schritte ergeben einen großen Marsch.
  •  Gestehe Dir Deine größte Angst ein. Ist es die Angst zu Versagen? Die Angst erfolgreicher als Dein Mann zu werden? Die Angst, auf der Straße zu landen? Erleichtere Dein Herz bei einer Vertrauensperson.
  •  Mach Dich sichtbar. Und zwar irgendwo, wo Du Dich bisher nicht getraut hast. Veröffentliche Deine unfertige Facebook Page oder frag die Kindergärtnerin Deiner Kleinen, ob Du Deinen Flyer an die Kindergarten-Pinnwand hängen darfst.
  •  Achte auf das leise Knarren sich öffnender Türen und sage ohne Nachzudenken: „Ja!“

Meine letzte VDL-Phase hatte ich in der Entstehungsphase von MAMA Revolution. Seitdem ich diesen inneren Mechanismus erkannt habe und die VDL-Heilmittel anwende bin ich in einem guten Fluss.

Kommt Dir das Gefühl, manchmal Deine Lebensaufgabe zu verzögern bekannt vor? Wie äußert sich das bei Dir? Was sind Deine besten Tipps im Umgang damit? Die anderen Mamas und ich freuen uns von Dir in den Kommentaren zu lesen

 

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