Nimmst Du es sofort wahr, wenn Deine Grenzen überschritten werden? Oder hältst Du Dich aufgrund von Anstand und Moral zurück? Als starke Mutter und Unternehmerin musst Du Dein authentisches Selbst vor inneren und äußeren Angriffen schützen. Dann können Deine beruflichen und Deine echten Babies am allerbesten gedeihen. Hier gebe ich Dir einige essentielle Impulse zur Selbst-Verteidigung. 

Selbst-Verteidigung heißt für mich, dass wir lernen, unser „Selbst“ zu verteidigen.

Letzten Montag war ich zum ersten Mal bei einem Selbstverteidigungskurs.

Ich wurde direkt ins kalte Wasser geschmissen und in den „Kampf“ mit einem männlichen Gegenüber geschickt.

Ich sollte mir vorstellen, dass er meine Familie bedroht und: Zuschlagen!

Ich habe so fest draufgehauen, dass ich noch heute, 3 Tage später, überall Muskelkater besitze…

Meinem Partner ist natürlich nichts passiert, weil er extra Schaumstoffhandschuhe zur Abwehr benutzt hat.

Ich bin von Natur aus ein eher sanftes Wesen und früher hat es mich immer geärgert, wenn Menschen über mich gesagt haben: „Die Sandra, das ist eine ganz Liebe.“

Mittlerweile habe ich akzeptiert, dass ich wirklich so bin: lieb und freundlich. Für mich ist es völlig natürlich fremde Menschen in der Stadt anzulächeln und – olé – manchmal lächelt jemand zurück.

Aber, was ich am Montag mal wieder voller Freude festgestellt habe, ist, dass ich trotz aller Sanftheit ein ausgeprägtes Gespür für meine eigenen Grenzen habe – und wenn da jemand drüber treten will, dann steht die Amazone in mir auf.

  • Ich habe einem Taxi-Fahrer die Schamesröte ins Gesicht getrieben, weil er mit einer nackten, unterwürfigen Frau auf seinem Wagen Werbung für ein Bordell gemacht hat – direkt auf Augenhöhe meiner damals 4-jährigen Tochter.
  • Ich habe einem diktatorischen Kaffeehaus-Besitzer mein volles Kellner-Portemonnaie auf den Tresen geknallt und bin mitten im Chaos auf Nimmerwiedersehen davon gestampft.
  • Ich habe den unglaublichen Drohungen eines ignoranten Oberarztes standgehalten, auf dem Absatz kehrt gemacht und mein Kind in unserem eigenen Schlafzimmer zur Welt gebracht.

Selbst-Verteidigung heißt für mich, dass wir lernen, unser „Selbst“ zu verteidigen.

Und zwar den Teil in uns, der echt ist, weise, stark und klar, und der genau weiß, was richtig für uns ist und was nicht.

Selbst-Verteidigung ist die Kunst, Dich mit ganzem Herzen und Gewissen für das Leben einzusetzen, das für Dich und für Deine Kinder bestimmt ist.

Zu diesem Leben gehört Dein eigenes Business.

  • Weil es aus Dir raus will.
  • Weil es authentisch ist.
  • Weil es Deinem Wunsch gerecht wird, die Welt besser zu machen.
  • Weil es ein „Nein“ zu schlecht bezahlten Teilzeitjobs ist, die Müttern Angst machen, wenn sie zuhause bei ihrem kranken Kind bleiben.

Manchmal muss man zur Amazone werden, um das eigene Selbst vor inneren und äußeren Räubern zu beschützen.

Da wir es alle bis zu einem gewissen Grad verlernt haben, Grenzüberschreitungen sofort wahrzunehmen und zu beenden, biete ich Dir hier eine kleine Hilfe an:

 

MAMA Revolution Amazonen-Coaching in 3 simplen Schritten :

  1. Denke an eine Situation aus Deiner Vergangenheit, in der Du Deine Grenzen erfolgreich verteidigt hast.

Vielleicht hast Du irgendeinem engstirnigen Nachbarn endlich die Meinung gesagt oder Dich von einem übergriffigen Partner getrennt.

Versetze Dich in den Moment als Du eine endgültige Entscheidung getroffen hast oder zum direkten Angriff angesetzt hast.

Jetzt scanne Deinen Körper von oben bis unten ab. Wo fühlst Du diese Amazonen-Kraft in Dir, die kein Zurück mehr zulässt?

Ich fühle das beispielsweise wie einen Strom, der von meinem Steißbein bis in meinen Kopf schießt.

Wie ist es bei Dir?

Wenn ich mich in meine Amazonen-Kraft hineinversetze, dann spüre ich sie _______________________________________

 

2. Jetzt denke an eine Situation in Deinem Leben, die Dir kürzlich – oder immer wieder – Bauchschmerzen bereitet hat.

Vielleicht weil Du Dich klein oder frustriert gefühlt hast, vielleicht weil Du irgendwie spürst: „Da stimmt was nicht.“

Lasse ein Bild von dieser Situation vor Deinem geistigen Auge entstehen und schau sie Dir aus der Adlerperspektive von oben an.

Was siehst Du?

Ich befinde mich _____________

Mit diesen Personen bin ich zusammen _____________

Was mich am meisten bedrückt, ist ________________

Das Gefühl, das ich dabei empfinde, kann ich in meinem Körper an folgenden Stellen lokalisieren_______________

Der Grund, warum ich nicht ich selbst bin, ist _____________________

 

3. Nun überlegst Du Dir wie Du mit der obigen Situation umgehen würdest, wenn Du nicht in der Lage wärst, Deine Amazonen-Kraft zurückzuhalten.

Ich würde 1.) ___________

Ich würde 2.) ___________

Ich würde 3.) ___________

Ich würde 4.) ___________

Ich würde 5.) ___________

Ist schon eine Option dabei, die Du direkt umzusetzen kannst?

Bitte schicke mir eine Nachricht, wenn Du es getan hast, dann lassen wir die Amazonen in uns gemeinsam lachen und feiern 😉

Dein Selbst zu verteidigen ist das größte Geschenk, dass Du Dir selbst, Deinen Kindern, Deinem Partner, Deinen Freunden, Deinen Träumen machen kannst.

Und wenn wir Mütter es zusammen tun, dann wird die Welt wieder bunt und ein echtes Zuhause für Tigerinnen wie Dich und mich!

 

Welche Erfahrungen hast Du mit dem Grenzen setzen gemacht? Wie leicht oder schwer fällt es Dir? Ich lade Dich herzlich ein, Deine Impulse mit den anderen Mamas und mir zu teilen. Bis gleich in den Kommentaren. 🙂

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  1. Liebe Sandra,
    großartiger Beitrag! Tatsächlich bin nicht besonders sanftmütig, eher von Natur aus impulsiv.
    Diese besondere Kraft kenne ich allerdings auch, wobei ich mich dann weniger als Amazone, sondern eher wie eine Löwin fühle, kraftvoll, schnell, wehrhaft. Besonders ausgeprägt hatte ich diese Gefühl z.B. zur Geburt meines ersten Kindes. Da wäre ich jedem ins Gesicht gesprungen, der ungefragt an mein Kind gegangen wäre, vom ersten Moment an und noch mehrerer Tage lang.
    Ich finde es so wichtig, diese Kraft, sich selbst zu schützen anzuerkennen und sich ihrer nicht zu schämen. Gerade Frauen haben ja immer noch oft das Gefühl, dass sie nicht laut oder unfreundlich werden dürfen. Dabei ist es manchmal so wichtig!
    Danke!

    1. Liebe Angelina,Deine Löwen-Power hab ich schon in unserem Interview gespürt und ich finde es grandios, wie Du sie in den richtigen Momenten einsetzt. Alles Liebe, Sandra 🙂

  2. Liebe Sandra,

    ich habe mich grad irgendwie total gefreut. Wie ähnlich wir uns doch sind. Wahnsinn.
    Ja, Sabine, die Liebe. Ist eine ganz Liebe. Immer freundlich und zuvorkommend. Ja, das bin ich. Und ja, auch das hat mich immer geärgert. Lieb ist doch langweilig, oder?
    Denkste. Genau wie du, habe ich schon so manches Mal gekämpft. Ich habe übrigens auch mal einen Kurs gemacht, wo man deine Grenze verteidigen musste (ohne handgreiflich zu werden/ ohne Berührung). Vor mir stand ein Mann. Ich habe ihn angeschrien und aus mir heraus kam so eine Kraft, dass er nicht anders konnte, als nach hinten auszuweichen. Er war selbst erstaunt. 🙂 Danke, dass ich mich durch deinen Artikel daran erinnere. Und auch an meine anderen „Kämpfe“. Ja, wenns sein muss, kann selbst eine gaaaanz Liebe sehr sehr stark werden.

    Liebe Grüße, Sabine

    1. Haha, damit hat Dein Gegenüber bestimmt nicht gerechnet, Sabine! Eigentlich haben wir eine gute Undercover-Tarnung als die „Lieben“ und wenn’s drauf ankommt holen wir die Löwin raus. Danke für Dein Feedback, Sandra

  3. Liebe Sandra,
    mir gefällt dein Beitrag auch sehr.
    Bei mir hieß es früher oft, ich sei frech, ich frage zuviel, etc. Tatsächlich gab man mir dieses Attribut nie: lieb. Damit hab ich mich jetzt abgefunden und finde es gar nicht mehr so übel. Ich habe teilweise hohe Preise dafür gezahlt, insbesondere in Schule und Ausbildungszeiten.
    Am schwierigsten fand ich es beruflich. Hier lernte ich auch die wichtigste Lektion dafür: Sage „nein“ OHNE Begründung. Sobald ich eine Begründung anführte (an diesem Tag kann ich nicht arbeiten weil…), folgten vom Gesprächspartner weitere „ja, aber’s“ und es zog dann unweigerlich Diskussionen nach sich, die nur Energie zogen.
    Seit ich kapiert habe, daß es dem anderen nicht ums Mich-verstehen geht, sondern nur um sein Willen, habe ich aufgehört, mich zu erklären.
    Das funktioniert überraschend gut, will heißen, es wird einfach angenommen.
    Weihnachten habe ich dem Sohn meines Partners, einem jungen Mann, erklärt, „von mir bekommst du kein Geschenk. Von mir bekommst du meine Wahrheit gesagt.“ Diese war nicht nett und nicht lieb, jedoch voller Vertrauen, daß er es verträgt. Und er vertrug sie. Erleichterung war im Raum geradezu spürbar, selbst für meinen Partner, der bzgl. seines Sohnes ganz anderer Sicht war.
    Er weiß jetzt, ich lasse Sohn vorerst nicht mehr in meine Wohnung, solange dieser bestimmte Verhaltenweisen beibehält. Diese toleriere ich nicht in meinen Räumen. Nun muß sein Vater, wenn Sohn kommt, sich mit ihm im Treppenhaus absprechen oder sie treffen sich woanders.
    Dazu mußte ich meinen ganzen Mut zusammennehmen und tief durchatmen, Spirit bitten mir zu helfen, da hörte ich auf zu schwitzen und zittern
    und wurde ganz ruhig. Mit dieser inneren Ruhe ging ich wieder ins Zimmer und sagte, was ich zu sagen hatte.
    Das hat mir Kraft gegeben. Und wie gesagt, die Lektion aus meiner Berufszeit, habe ich seither immer genutzt.
    Das Leben ist ein starker und genialer Lehrer.
    Deinen Text finde ich super.
    Daß du deine Tochter laut deiner Intuition entbunden hast, anstatt laut Dr., finde ich grandios!
    Danke, daß du dirmehr vertraust, als Angstmachern!

    1. Das nenne ich mutig und heldenhaft, Hilke! Du bist die Gastgeberin in Deiner Wohnung und da hält man sich an Deine Regeln, ganz einfach. Dein „Bonus-Sohn“ kann durch Deine geradlinige Haltung richtig wachsen. Mit Frauen wie Euch können wir wirklich die Gesellschaft verändern…. Alles Liebe! Sandra

  4. Liebe Sandra,

    ein toller Artikel und ich frage mich, was er mir sagen will 😉 Vor ein paar Tagen habe ich mich nämlich mit jemandem über das Thema Selbstverteidigung unterhalten und wie wichtig es schon für unsere Kinder ist / sein kann.
    Früher habe ich mal ein paar Monate Aikido gemacht und war auch total erstaunt, welche Kräfte in mir stecken als ich den ersten erwachsenen Mann auf die Matte gelegt habe.

    Finde deinen Artikel sehr sehr gut geschrieben und er zeigt mir deutlich, dass ich meine starke Seite öfter zeigen darf – rauslassen darf, auch ohne das es „Verteidigungsbedarf“ gibt.

    Ich stelle mir gerade vor wie wir alle als leicht bekleidete Amazonen in einem Kreis stehen und uns an den Händen halten.

    Liebe grüße deine Nicole

    1. Liebe Nicole, ich dachte das auch bei meinem Kurs, dass Selbstverteidigung ein Schulfach sein sollte – und wir sehr unser Schulsystem hinter den wirklich wichtigen Sachen hinterherhinkt…. Es ist genau die Kraft, die Du beschreibst, die uns Frauen wirklich ausmacht und die uns in die Lage versetzt, Berge zu versetzen. Dein Bild finde ich fantastisch. Big hugs, Sandra

  5. Liebe Sandra!
    Vielen Dank für diesen kraftvollen Artikel! Ja auch ich bin eher sanftmütig unterwegs. Wenn es um meine Kinder geht, kann ich zur Löwin werden. Dann bekomme ich wie aus dem Nichts eine enorme Kraft und mitunter auch Wut (oder durch die Wut Kraft? 🙂 ) und dann kann ich stilles Weseh auch sehr laut werden und brüllen. Bei mir selbst bin ich da immer noch am Lernen, Grenzen rechtzeitig zu setzen und sie auch zu verteidigen. Doch das Leben ist mir da ein kluger Lehrmeister.
    Alles Liebe, Gabriela

    1. Liebe Gabriela, mir gelingt es auch nicht immer meine Grenzen zu verteidigen. Ich merke aber, je ernster ich meine „Störgefühle“ nehme, desto schneller führe ich dann klärende Gespräch herbei. Je nachdem, was gerade wichtig ist. Deine Kinder dürfen sehr stolz auf ihre Löwenmama sein! 🙂 Alles Liebe, Sandra

  6. Wie herrlich, das Darstellen deiner Amazonen-Momente, Sandra! Ich kann mir dich bildlich mit dem Kellner-Portemonaie vorstellen. Grandios 🙂

    Was mir bewusst geworden ist, ist, dass ich mich spannenderweise in meinem Verhalten bei Bedarf ziemlich gut abgrenzen kann (ich verlasse beispielsweise den Raum, wenn möglich), aber sprachlich und vor allem im direkten Kontakt fällt es mir manchmal nicht ganz so leicht. Ich übe mich sowieso im Verbalisieren, und dem, was mir auf der Seele liegt.

    Da sind meine Videos neben dem Mehrwert für meine Leserinnen gleichzeitig eine gute Übung 😉

    Herzlichen Dank für diesen schönen Beitrag!

    Petra

    1. Deine Videos sind wunderschön, Petra und ein super Weg, inneres Wachstum mit dem eigenen Business zu verbinden 🙂 Den Raum verlassen als Abgrenzungs-Strategie finde ich auch sehr gut. Dann sorgst Du auf jeden Fall schon mal für Dich. Vielen Dank für Dein Feedback, meine Liebe und viel Erfolg mit deinen nächsten Videos! Sandra

  7. Hallo Sandra,
    was für ein kraftvoller Beitrag. So ein Mutausbruch kann aber auch erschöpfen. Mittlerweile genieße ich es, meine Power hochzufahren, ohne aus der Haut zu fahren. Den Tiger zu reiten, statt ihn zu bezwingen. Hat aber ein bisschen gedauert;.) Es kann also noch besser werden.
    Liebe Grüße von der Draufgängerin an die Amazone
    Birgit

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